Where do you think you’re going?

On Spaces & Identities

Zeitraum | Duration

30.08. – 04.09. 2022

Programm | Program

Öffnungszeiten: Mittwoch – Samstag 12-20 Uhr

Vernissage: Dienstag, 30. August ab 18 Uhr

– ABGESAGT – Artist Talk mit Ana Maria Rodriguez Bisbicus: Mittwoch 31. August ab 18 Uhr

Video Art Night: Kiezraum im Dragoner Areal – Donnerstag, 1. September ab 19 Uhr Einlass, Filmstart 20 Uhr

Finissage: Samstag, 03. September ab 16 Uhr

Ort | Location

Salon am Moritzplatz
Oranienstraße 58
10969 Berlin

Künstler:innen | Artists

Agrina Vllasaliu
Christina S. Zhu
Gregor Jahner
Hannah Lansburgh
Hatice Acikoez
Jae-Nder Fluid
Leonie Bunte
Linus Clostermann
Mouna Assali
Sandra Köstler
Tiziana Krüger

In unserer diesjährigen Ausstellung widmen wir uns dem Thema „Räume und Identitäten“. Dabei untersuchen die verschiedenen künstlerischen Positionen das Zusammenspiel von Mensch und Raum in vielfältigen Kontexten. Es geht dabei zum Beispiel um Migration, aber auch um den Stadtraum und das Zusammenleben mit nicht-menschlichen Organismen.

 

Agrina Vllasaliu begibt sich mit ihrer Fotografie „Thaumatrope“ auf Spurensuche in das Haus ihrer Eltern im Kosovo, wo sie mit Erinnerungen und der Möglichkeit einer alternativen Lebensrealität konfrontiert wird. Mit den Illustrationen aus ihrem Buch “Ein Leben in Deutschland: Postmigrantische Erzählungen” visualisiert Christina S. Zhu Interviews, die sie mit 14 Menschen über ihre migrantischen Erfahrungen geführt hat und versucht so der Frage, was “Zuhause” bedeutet, näher zu kommen. Gregor Jahner entwickelte unter dem Titel “Journey through Jerusalem” auf Grundlage seiner eigenen Bewegungsmuster in der Stadt einen Teppich, der zugleich die Rolle von individualisierten Designobjekten untersucht. In Hannah Lansburghs Installation “What Dela Wore (ihr nagelneues Trikot)” geht es um die kommerzielle Aneignung von US-amerikanischen Toponymen durch deutsche Firmen, mit der sie gleichzeitig die koloniale Aneignungspraxis dieser Ortsnamen sowie deren indigene Herkunft kommentiert. In ihrem Gedicht mit begleitender Installation “Fancy Schmancy Immigrants”, setzt sich Hatice Acikgoez durch einen Raum im Zuhause ihrer Eltern mit Modi der Zugehörigkeit und des Andersseins von Migrant:innen auseinander. JaeN-der Fluid kommentiert in der u.a. aus zwei Videos bestehenden Installation “Inaccessibile Space” die Rolle von gender-neutralen Toiletten als Safe Spaces. In Leonie Buntes fotografischer Serie “Moving Habitats” steht die Konfrontation des menschlichen Körpers mit der rohen Materialität von gebautem Raum im Fokus. Linus Clostermann erschafft mit seinem Werk “nest” biomorphe Gebilde, mit denen er zum Nachdenken über den Machtkampf um Lebensräume zwischen Menschen und nicht-menschlichen Organismen anregt. Sandra Köstler setzt sich in “Landscape of the Car” fotografisch mit der autogerechten Stadt auseinander und wie deren Architektur ohne Auto erfahren wird. Schließlich widmet sich Tiziana Krüger mit “resistance” dem Thema der defensiven Architektur, die im öffentlichen Stadtraum die Bewegung und das Aufenthaltsrecht von Individuen beeinflusst. 

Ergänzt wird die Ausstellung durch ein Vermittlungsprogramm, das neben Vernissage und Finissage auch eine Video Art Night umfassen wird. Dort werden die Kurzfilme “(Un)Finished House” von Saša Tatić, “Shapeshifter” von Vixtoria Salomonsen und “Inaccessible Space” von JaeN-der Fluid gezeigt. Darüber hinaus findet am Mittwoch ein Artist Talk mit Ana Maria Rodriguez Bisbicus über das laufende Forschungs- und Mappingsprojekt  “Tracing Nepantla”, welches von queer-feministischen und migrantischen Räumen in Berlin handelt, statt. Wie in jedem Jahr wird die Ausstellung zudem auch durch einen gedruckten Katalog ergänzt. 

In this year’s exhibition we focus on the subject of spaces and identities. The various artistic positions examine the interplay between humans and space in a variety of contexts. Topics include migration, the urban space and coexistence with non-human organisms among other things.

 

In Agrina Vllasaliu’s photograph „Thraumatrope“ we visit her parents‘ house in Kosovo, while she questions the place for memories and the possibility of an alternative reality.With the illustrations from her book „Ein Leben in Deutschland: Postmigrantische ErzählungenChristina S. Zhu visualizes interviews she conducted with 14 people about their migration experiences and thus tries to get closer to the question of what „home“ means. Gregor Jahner developed a carpet under the title „Journey through Jerusalem“ based on his own movement patterns in the city, which at the same time examines the role of individualized design objects. Hannah Lansburgh’s installation “What Dela Wore” deals with the commercial appropriation of U.S. toponyms by German companies, with which she simultaneously comments on the colonial appropriation practice of these place names as well as their indigenous origins. In her poem with accompanying installation „Fancy Schmancy Immigrants,“ Hatice Acikgoez explores modes of belonging and otherness of migrants through a room in her parents‘ home. JaeN-der Fluid comments on the role of gender-neutral toilets as safe spaces in the installation „Inaccessible Space“. Leonie Bunte’s photographic series „Moving Habitats“ focuses on the confrontation of the human body with the raw materiality of concrete in the built environment. With “nest” Linus Clostermann creates biomorphic structures, with which he encourages reflections on the power struggle for habitats between humans and non-human organisms. Sandra Köstler’s series „Landscape of the Car“ photographically explores the car-friendly city of the post war period and how its architecture is presently experienced without a car. With „resistance“, Tiziana Krüger addresses the issue of defensive architecture that influences the movements of individuals in the public urban space. 

The exhibition will be complemented by a program that will include a vernissage and finissage as well as a Video Art Night. There, the short films „(Un)Finished House“ by Saša Tatić, „Shapeshifter“ by Vixtoria Salomonsen and „Inaccessible Space“ by JaeN-der Fluid will be shown. In addition, an artist talk with Ana Maria Rodriguez Bisbicus, throught their ongoing research and mapping project, Tracing Nepantla, about queer-feminist and migrant spaces in Berlin. As every year, the exhibition will also be accompanied by a printed catalog. 

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