Scham | Shame

SCHAM als Gefühl, SCHAM als Reaktion, SCHAM als Zustand oder Verhaltensmuster, SCHAM als … ?

 

SCHAM entfaltet auf persönlicher, gesellschaftlicher und kultureller Ebene Wirkung und nimmt dabei Einfluss auf unser emotionales Wohlbefinden. Wir erröten, verbergen das Gesicht, wenden den Blick ab, möchten im Boden versinken. Aber was ist, wenn das Gefühl zu einem ständigen Begleiter wird und in Angst oder Verzweiflung mündet?

SCHAM und unsere Reaktionen darauf entspringen unserer individuellen Sozialisation und sind außerdem gesellschaftlich konstruiert. Das Gefühl von SCHAM wird hervorgerufen durch ein von der Norm abweichendes Verhalten, unkonventionelle Lebensentwürfe, körperliche Nichtübereinstimmung mit gängigen Idealvorstellungen oder durch Eindringen in die Intimsphäre. Neben das im Menschen eingeschriebene Schamgefühl treten zudem das aktive Shaming und Ausgrenzen anderer, oder auch das Phänomen der Fremdscham.

artburst berlin widmet sich in mehreren über das Jahr verteilten Ausstellungen dem ambivalenten Gefühl von SCHAM und untersucht verschiedene Fragestellungen: Wie und wodurch äußert sich SCHAM? Welche Einschränkungen und Zwänge erfahren wir durch SCHAM? Können wir uns eine Gesellschaft ohne SCHAM vorstellen? Welche positiven Aspekte können wir mit SCHAM verknüpfen?

SHAME as a feeling, SHAME as a reaction, SHAME as a state of mind or a pattern of behaviour, SHAME as … ?

 

SHAME has an impact on a personal, social and cultural level and affects our emotional well-being. We may blush, hide our faces, avert our gaze or even want to sink into the ground. But what if this feeling starts to accompany us constantly and eventually turns into fear or despair?

SHAME and our reactions to it arise from our individual socialisation and moreover, they are constructed by society. SHAME is evoked by behaviour that deviates from the norm, unconventional ways of living, not fitting in with popular beauty standards, or intrusion into the intimate sphere. In addition to the sense of shame inscribed in an individual, there is also the phenomena of active shaming and exclusion of others and vicarious embarrassment observing others. (German: Fremdscham).

artburst berlin is dedicating several exhibitions throughout this year to the ambivalent emotion of SHAME, various questions: How and when does SHAME express itself? What restrictions and constraints do we experience through SHAME? Can we imagine a society without SHAME? Which positive aspects can we associate with SHAME?